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Tristan und Isolde
Was 1988 als Avantgarde Premiere feierte, ist in der radikal veränderten Welt von 2026 noch immer zukunftsweisend: Ruth Berghaus’ Jahrhundertinszenierung schickt Kurwenal, Brangäne, Tristan und Isolde auf eine berührende Traumreise, auf der die Unendlichkeit greifbar erscheint. Liebessehnsüchte, -qualen und -tod geben der menschlichen Existenz Schwere, relativieren sich jedoch angesichts der Größe des Universums. Im Zentrum der Wiederaufnahme stehen zwei junge Ausnahmesänger:innen in den Titelpartien. Samuel Sakker und Allison Oakes prägen mit ihren international gefragten Stimmen die neue Generation des Wagner-Gesangs und verleihen der Produktion eine besondere künstlerische Aktualität. Ohne jedes Pathos, dafür mit großer Intensität, gestalten sie diese anspruchsvollen Partien mit bemerkenswerter Unmittelbarkeit und Natürlichkeit.
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