Veranstaltungskalender

Auschwitz, Fußnoten

Ausstellungen

Auschwitz steht heute wie kaum ein anderer Ort symbolisch für den nationalsozialistischen Massenmord. In der öffentlichen Wahrnehmung konzentriert sich diese Geschichte häufig auf die Bereiche des ehemaligen Lagergeländes, die heute als Gedenkort zugänglich sind. Zugleich war Auschwitz ein weit verzweigter Lagerkomplex, in dem Ermordung, Zwangsarbeit, industrielle Produktion und Logistik untrennbar miteinander verbunden waren. Zehntausende Häftlinge wurden in Außenlagern, Industrie- und Rüstungsbetrieben bis zur völligen Erschöpfung ausgebeutet. Viele überlebten diese Arbeit nicht.

Zahlreiche Orte dieses Systems lagen außerhalb des heutigen Museumsgeländes: Kohleminen wie Jawischowitz, Industrie- und Arbeitslager wie Monowitz oder landwirtschaftliche Versuchsbetriebe wie Raisko. Sie waren integraler Bestandteil des Lagerkomplexes, sind heute jedoch weitgehend unbekannt, überbaut oder nur noch als unscheinbare Landschaften erkennbar.

Die Ausstellung „Auschwitz, Fußnoten“ richtet den Blick auf diese wenig bekannten Orte in und um Auschwitz. Die Fotografien von Sven Ellerbrock zeigen ihre heutige Gestalt und machen sichtbar, wie umfassend Zwangsarbeit, Infrastruktur und Vernichtung in der Region miteinander verflochten waren. Zugleich stellt die Ausstellung die Frage, wie Erinnerung an Orte möglich ist, an denen kaum noch sichtbare Spuren geblieben sind.

Freier Eintritt in die Sonderausstellung.

Lizensiert unter CC-BY-SA

kostenlos

Ort des früheren Außenlagers Raisko des KZ Auschwitz in Polen. Mauerreste und Zaunpfähle.
  • Felix Neumann

Adressen

Mahnmal St. Nikolai
Willy-Brandt-Straße 6020459 Hamburg
Homepage

Anreise

Zieladresse: Willy-Brandt-Straße 60, 20459 Hamburg

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